Ein Hobby – brauche ich das?

Ein Hobby – brauche ich das?

Hobbies jeder Art und mich verbindet eine Art Hassliebe. Ich möchte gerne alles Mögliche ausprobieren, bin aber schnell überreizt, oder gelangweilt und ziehe es dann nicht durch.

Wozu ist das überhaupt gut?

Ein Hobby sollte meiner Meinung nach in erster Linie Spaß machen, wenn man sich dazu zwingen muss, hinzugehen, ist es möglicherweise nicht das Richtige. Darüber hinaus sollte es helfen Stress abzubauen – gerade für Menschen, wie mich, die schnell gestresst sind und wenn es dann auch noch gut für den.Körper ist, ist es nahezu perfekt!
Idealerweise bringt es einem schließlich auch noch soziale Kontakte (ab und zu möchte man dann doch mit jemandem sprechen)

Ich habe natürlich all die Dinge ausprobiert, die man halt so macht.
Ich habe mich im Fitnessstudio angemeldet und bin eine typische Karteileiche geblieben. Ich habe Jazzdance ausprobiert (zu viele Menschen, Gerüche und Geräusche auf einmal), habe versucht schwimmen zu gehen (findet noch jemand außer mir Schwimmbäder unerträglich laut?). Laufen ist mir zu langweilig (nein, das liegt natürlich nicht an meiner grandiosen Kondition) und beim Tanzen muss man Körperkontakt zu völlig Fremden mögen.
Wenn ich etwas ungern mache, setzt mich das Ganze zusätzlich unter Druck und löst für mich nur noch mehr Stress aus. Ist also eher kontraproduktiv.

Da Lesen zwar eine große Leidenschaft von mir ist, auf Dauer aber weder etwas für meine (nicht vorhandene) Kondition tut, noch soziale Kontakte mit sich bringt, reicht mir das auf Dauer nicht aus.

Aber was dann?

Auch wenn ich zuerst zu meinem Glück gezwungen werden musste, ich habe etwas gefunden, das mir unglaublich viel Spaß macht.

Und – habt ihr schon eine Idee?

Seit fast einem Jahr gehe ich bouldern, außerdem manchmal Topropeklettern und im Urlaub klettern wir Klettersteige – und das, obwohl ich eigentlich Höhenangst habe.
Ich klettere unglaublich schlecht, aber unglaublich gerne.

Was für mich ein Pluspunkt ist, bouldern kann man alleine. Wenn ich überreizt bin, kann ich ganz für mich alleine bleiben und muss mit niemandem sprechen.
Bin ich entspannt und offen, gehe ich mit jemandem zusammen. Abgesehen davon hab ich die Erfahrung gemacht, dass die meisten Boulderer sehr offen und hilfsbereit sind. Wenn man das möchte, kommt man ganz schnell mit jemandem ins Gespräch, bekommt Tipps oder Ideenvorschläge.

Musste ich mich bei anderen Hobbies immer dazu zwingen und hab jede Ausrede genutzt, um nicht gehen zu müssen, gehe ich freiwillig und am liebsten jeden Tag klettern. Ich gebe alles und gehe über meine Grenzen, das kannte ich vorher nicht.

Deshalb möchte ich jeden ermutigen! Probiert alles aus. Seid neugierig und mutig.

Gerade als hochsensibler Mensch bringt es oft nichts, wenn man sich regelrecht quälen muss, hinzugehen. Auch wenn andere oft behaupten, dass muss so sein, lasst euch nicht verunsichern.
Ein Sport zu dem man sich hinquält, ist einfach nicht der Richtige. Gerade für uns Hochsensible bedeutet das im Gegenteil nur noch mehr Stress.
Aber keine Angst, wenn jemand, der so unsportlich ist, wie ich, seinen Sport finden kann, kann das jeder 🙂

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