Ich meditiere – und du?

Ich meditiere – und du?

Ich bin im realen Leben ja Erzieherin und arbeite an einer Grundschule. Das ist oft sehr stressig und herausfordernd.

Einerseits ist meine Hochsensibilität und meine Empathie gerade in meinem Beruf eine große Ressource, andererseits laugt mich meine Arbeit häufig auch extrem aus. Im Gegensatz zu vielen anderen Berufen kann ich mich, wenn ich überreizt bin, nicht einfach zurückziehen und Abgrenzung von den vielen auf mich einstürmenden Gefühlen und Bedürfnissen fällt mir häufig sehr schwer.

Irgendwann habe ich gemerkt, dass ich dringend etwas brauche, um zur Ruhe zu kommen und Stress abzubauen.

Körperliche Aktivität kann da viel helfen – den richtigen Sport für mich habe ich ja zum Glück ja gefunden.
Oft reicht das aber nicht aus, um vor allem den mentalen Stress abzubauen.
Deshalb habe ich etwas gesucht, um auch meinen Geist zu entspannen.

Warum Meditation?

Ich bin früher ab und zu mal zum Yoga gegangen. Ich mochte es immer sehr, mir fehlt leider oft die Zeit, es regelmäßig zu machen.
Am Ende der Stunde wurde dort immer eine Meditation gemacht und weil ich das super entspannend fand, dachte ich, etwas in diese Richtung wäre was für mich.
Gesagt, getan, ich habe angefangen in diese Richtung zu recherchieren. Da Achtsamkeit ja im Moment ein Riesenthema ist, habe ich auch relativ schnell wirklich viel gefunden.

Ein bisschen Theorie

Meditation soll durch verschiedene Achtsamkeits- und Konzentrationsübungen den Geist zur Ruhe bringen und Stress reduzieren.
Häufige Meditationstechniken sind Visualisierungen, Atemtechniken, oder bewusstes Beobachten – genannt Bodyscan.
Meditation beruht auf der Arbeit mit der eigenen Aufmerksamkeit. Durch die Konzentration auf das Hier und Jetzt beruhigen sich die Gedanken. Gefühle werden beobachtet und losgelassen (gar nicht so leicht).
Regelmäßig praktiziert hilft Meditation in stressigen Situationen schnell zu entspannen.
Mit ein bisschen Übung kann man relativ schnell auch im Alltag auf die gelernten Techniken zurückzugreifen.

Meditieren per App?

Relativ schnell bin ich auf Meditationsapps gestoßen. Die Idee dahinter finde ich sehr gut. Ich kann schnell darauf zugreifen und muss nicht erst lange nach etwas Passendem suchen.
Ich habe mir verschiedene Apps angesehen und schließlich für eine entschieden.

Meine Wahl fiel auf die App Calm.

Ich versuche mindestens jeden zweiten Tag zu meditieren, manchmal auch täglich. Außerdem benutze ich die App, wenn ich mal wieder nicht einschlafen kann, weil die Gedanken in meinem Kopf wieder Karussell fahren.

Mir war wichtig, dass die Meditationen auch auf deutsch verfügbar sind, erstens weil meine Tochter die App ebenfalls nutzt und ihr Englisch noch nicht so gut ist und zweitens weil, auch wenn ich ziemlich gut Englisch verstehe, ich mich manchmal davon ablenken lasse und mich nur noch auf die Sprache konzentriere, anstatt auf die Meditation.

Ich kann aber nach Lust und Laune zwischen Deutsch und Englisch wechseln, so dass ich beide Alternativen nutzen kann (auf Englisch gibt es derzeit eine größere Auswahl).

Ich weiß nicht, ob das seltsam klingt, aber mir war auch wichtig, dass die Stimme passt. Es gibt viele frei zugängliche Meditationen, die bestimmt sehr gut sind, aber die Stimme, oder die Sprechweise sind so unangenehm für mich, dass ich mich dabei nicht entspannen kann. Ich bin da leider echt heikel.

In der App gibt es täglich eine neue “Tagesmeditation“, sowie diverse Meditationen zu verschiedenen Schwerpunkten – z.B Schlaf, Stress, oder Ängste. Außerdem gibt es Entspannungsmusik, Einschlafgeschichten, oder bewegte Meditationen (diese allerdings nur auf Englisch)
Es gibt eine kostenlose Basisversion, die Möglichkeit einzelne Meditationen zu kaufen, oder ein Jahresabo abzuschließen.
Ich habe mich relativ schnell für das Abo entschieden und habe es bisher auch nicht bereut. Ich nutze die App sehr viel und springe auch gerne zwischen Deutsch und Englisch hin und her.

Ich finde die Gestaltung ebenfalls sehr angenehm, mit vielen Möglichkeiten, sich das Ganze nach dem eigenen Geschmack zu gestalten (Hintergrundbilder und Hintergrundgeräusche).

Meditieren im Alltag

Neulich bei meiner Zahn- OP hat mir die Meditation z.B. echt geholfen. Aufgrund früherer, schlechter Erfahrungen hatte ich wirklich große Angst. Ich durfte aber während der OP Musik hören, also habe ich mir Entspannungsmusik, die ich auch aus den Meditationen kenne angehört und vor allem zu Beginn auf meine Atemtechnik konzentriert. Was soll ich sagen – meine Angst war aushaltbar und ich habe die OP verhältnismäßig entspannt durchhalten können.

……

– Werbung (vorsichtshalber) wegen Namennennung –

Meine eigene Meinung, selbstbezahlt

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